Gemeinsam gegen Rückenschmerzen


Wer kennt sie nicht: Rückenschmerzen. Immerhin leiden drei von vier Deutschen mindestens einmal im Leben an Kreuzschmerzen.

Die gute Nachricht ist: Über 90 % aller Rückenschmerzen sind unkompliziert. Nur selten liegen ernsthafte Erkrankungen vor. Deshalb können Betroffene sehr viel selbst tun, damit die Beschwerden bald wieder verschwinden.

Rückenschmerzen können sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben und oft beeinflussen sich diese Faktoren gegenseitig. Der häufigste Grund sind Muskelverspannungen aufgrund von Fehlbelastungen, einseitigen Belastungen und mangelnder Bewegung. Manche Muskelgruppen sind überfordert, andere wiederum unterfordert. Dieses Ungleichgewicht führt zu Verspannungen und Schmerzen.

Neben muskelbedingten Rückenschmerzen sind Störungen der Nervenfunktion mit etwa fünf Prozent der zweithäufigste Grund für Kreuzschmerzen. Ein eingeklemmter Nerv, die Verengung eines Nervenaustrittspunktes an der Wirbelsäule oder eine Nervenentzündung können starke Schmerzen verursachen.

Spazieren und Ergometer statt Bett und Ruhe

Bleiben Sie so gut es geht in Bewegung! Um die akuten Schmerzen zu lindern, helfen einfache Schmerzmittel, Wärmeanwendungen und Massagen. Wenn möglich, sollten Sie bei akuten, aber unkomplizierten Rückenschmerzen mehrmals am Tag 5-15 Minuten spazieren gehen. Auch leichtes Fahrrad-Ergometertraining kann schnell zu einer Besserung beitragen. Längeres Liegen oder Sitzen, außer in einer Entlastungslage (Stufenlagerung) sollten Sie vermeiden. Auf keinen Fall ins Bett legen! Unsere Physiotherapiepraxis in Paderborn-Elsen bietet Ihnen bereits in der Frühphase der Beschwerden eine optimale Beratung und Therapien. Auch beim Thema professionelle Massagen (auch Wellnessmassagen und Anwendungen) sind wir Ihr Ansprechpartner.

Selbsthilfe beginnt im eigenen Umfeld

Unbestritten bilden ausreichende Bewegung und die Korrektur ungünstiger eigener Verhaltensweisen die Grundlage für einen schmerzfreien Rücken. Doch das eigene Engagement den Rücken aufrecht zu halten stößt dort an seine Grenzen, wo das persönliche Bemühen auf ein rückenfeindliches Umfeld trifft- schlechte Stühle, Betten oder Autositze. Auch ein ergonomisch ungünstiges Arbeits,-und Wohnumfeld kann zu Rückenschmerzen führen. Deshalb darf dieser wichtige Faktor bei der Suche nach den Ursachen und der Prävention von Wirbelsäulenerkrankungen nicht vergessen werden.

Die Behandlung und Vorbeugung von Rückenbeschwerden muss aus diesem Grund in einen ganzheitlichen Zusammenhang gestellt werden. Neben der medizinischen Versorgung und eigener rückengerechter Verhaltensweisen bedarf es auch eines rückengerechten Umfeldes im Alltag und im Beruf. Überprüfen Sie Ihren Arbeitslatz. Oft reichen einfache Handgriffe und Einstellungen an den Büromöbeln, um die Rückenbelastung zu senken. Auf diese Weise können Bandscheibenvorfälle und Funktionsstörungen frühzeitig verhindert werden.

Rechtzeitige Hilfe verhindert Dauerschmerzen

Leider zögern viele Patienten mit chronischen Wirbelsäulenbeschwerden eine geeignete Verhaltenstherapie zu beginnen. Dadurch können sich aber bestehende Angewohnheiten und Einstellungen ändern, die zu der Muskelverspannung geführt haben. Wird eine Behandlung mit therapeutischen Methoden rechtzeitig begonnen, besteht eine gute Chance den weiteren Prozess der Chronifizierung zu verhindern. Unser Behandlungsspektrum umfasst:

  • Chronische und akute Rückenschmerzen
  • Zustand nach Bandscheibenoperationen
  • Erworbene/angeborene Fehlhaltungen
  • Migräne/Kopfschmerzen
  • CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion)
  • Gelenkerkrankungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Orthopädische/Neurologische Krankheitsbilder

Schmerz ist der Wächter unserer Gesundheit

Niemand hat gerne Schmerzen. Trotzdem sollten sie nicht ohne weiteres negativ bewertet werden. Als Symptom haben beispielsweise akute Schmerzen eine wichtige Warn,- und Schutzfunktion, die anzeigt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Der Körper reagiert darauf und versucht, durch Gegenmaßnahmen den Schaden abzuwenden. Deshalb nannten ihn die alten Griechen den bellenden Wachhund der Gesundheit.

Diese Alarmfunktion geht dem Schmerz verloren, wenn er chronisch wird. Im Gegenteil: Chronische Schmerzen zermürben den Patienten körperlich und können das ganze Denken und Fühlen vollkommen beherrschen. Sie werden zu einer stärkeren Belastung als die eigentliche Grunderkrankung.